Helgoland/Berlin, 15. Juni 2021 – Bis 2028 soll der weltweit erste Offshore-Wasserstoffpark im deutschen Teil der Nordsee stehen. Grundsätzliche Unterstützung für das Vorhaben ist da. Die Bundesregierung hat jüngst im Klimapakt die entscheidende Rolle der Offshore-Wasserstofferzeugung bei der Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie betont. Damit jedoch bis 2035 jährlich bis zu einer Million Tonnen an Grünem Wasserstoff in der Nordsee produziert und per Pipeline ans Festland transportiert werden können, bedarf es einiger regulatorischer Änderungen. Die AquaVentus-Initiative hat in einem detaillierten Positionspapier die entscheidenden Punkte herausgearbeitet. Worum geht es im Wesentlichen?

Es müssen mehr und größere Flächen für die sogenannte sonstige Energiegewinnung ausgeschrieben werden und das am besten technologiespezifisch für die Elektrolyse. Das Areal, das es zur sonstigen Energiegewinnung bisher in der deutschen Nordsee gibt (Sen-1), fasst gerade einmal eine Kapazität von knapp 300 Megawatt Leistung. –  Zu wenig, um Wasserstoff im großindustriellen Maßstab erzeugen zu können. Flexiblere Offshore-Leitungen müssen geschaffen werden. H2-Offshore-Netze sollten überhaupt möglich gemacht werden. Verbindliche Ausbauziele, wie bei Photovoltaik und Onshore-Wind, würden mehr Sicherheit für Investitionen bieten.  Eine Wasserstoffsammelpipeline sollte in der Raumordnung der Nordsee erlaubt werden. Genehmigungsbedingungen für Elektrolyseure müssen konkreter gefasst und Grüner Wasserstoff muss insgesamt wettbewerbsfähig gemacht werden. Die einzelnen Forderungen und Vorschläge können im Detail im unten verlinkten Dokument nachgelesen werden.