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  • Die Grüne Wasserstoff-Initiative umfasst mittlerweile 40 international führende Unternehmen, Organisationen und Forschungseinrichtungen – Tendenz weiter steigend.
  • Mit vereintem Expertenwissen soll das visionäre Ziel umgesetzt werden: eine Million Tonnen Grüner Wasserstoff pro Jahr, erzeugt aus Offshore-Windenergie, transportiert über eine Pipeline an Land.

Helgoland/ Berlin, 18. März 2021 – Das Know-how entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette wächst bei AquaVentus weiterhin kräftig an. Erst im Januar stießen fünf neue Partner dazu. Seitdem haben sich acht weitere Unternehmen der Initiative angeschlossen. Das jetzt 40 Mitglieder starke Konsortium hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2035 zehn Gigawatt Elektrolyseleistung aus Offshore-Windenergie in der Nordsee zu installieren. Mit dem Offshore-Windstrom soll auf hoher See Grüner Wasserstoff erzeugt und dann über eine Pipeline an Land gebracht werden. Die neuen Mitglieder bündeln dabei langjährige Expertise im Kernbereich Wasserstoff, in den Feldern Wirtschaftsförderung, Offshore-Energieerzeugung, Pipelinewartung sowie Hafenlogistik und Transport.

Starke H2-Kompetenz und Wirtschaftsförderung
Im Bereich Wasserstofferzeugung, -transport, -speicherung und -distribution wird das AquaVentus-Team künftig vom Traditionsunternehmen und H2-Pionier Linde unterstützt. Das Unternehmen mit deutschem Hauptsitz im Raum München ist einer der weltweit größten Gasehersteller und betreibt ein rund 1.000 Kilometer langes H2-Pipelinenetz. Beim Übergang zu Grünem Wasserstoff ist Linde führend und verfügt mit dem Joint-Venture-Unternehmen ITM Linde Electrolysis GmbH über eine der modernsten Elektrolysetechnologien.

Starke Wasserstoff-Kompetenz verspricht auch der Branchen-Newcomer Hynamics. Die 2019 im Rahmen des H2-Reallabor „Westküste 100“ gegründete Tochter des französischen Energieversorgers EDF konzentriert sich völlig auf Projekte für Grünen Wasserstoff in Deutschland. Seine Expertise in Puncto Elektrolyseurbetrieb möchte das Unternehmen auch bei AquaVentus einbringen.

Die Region rund um die nördliche Elbmündung wirtschaftlich voranzubringen, hat sich die Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel (egeb) zum Ziel gesetzt. Sie fördert unternehmerisches Engagement in den Landkreisen Dithmarschen und Steinburg durch Beratung und Vermittlung sowie Fördermittelgewinnung  und hat langjährige Erfahrung im Standortmanagement von Schleswig‑Holsteins größtem Industriegebiet – dem ChemCoast Park Brunsbüttel.

Verstärkung im Bereich Offshore-Windenergie und Anlagensicherheit
Mit dem Energieunternehmen EnBW und dem weltweit operierenden Technologieunternehmen ROSEN kommen ein erfahrener Offshore-Parkentwickler und -betreiber und ein langjähriger Integritätspartner von Betreibern unterschiedlichster Industrieanlagen dazu. 

Seit 10 Jahren entwickelt, baut und betreibt EnBW Offshore-Windparks in der Ost- und Nordsee. Das Unternehmen plant, erneuerbare Energien stark auszubauen und setzt dabei besonders auf Offshore-Windenergie. Bis 2035 will EnBW klimaneutral sein. 

Die ROSEN Gruppe wird mit ihrem über Jahrzehnte erworbenen Know-how im Bereich Inspektion, Schutz und Integritätsmanagement von Pipelines, Tanks, Plattformen und Windkraftanlagen sowie ihrem Beitritt zur AquaVentus-Initiative ebenfalls zur Dekarbonisierung der Industrie und langfristigen Klimaneutralität beitragen.

Anstoß für Transport, Verteilung und Abnahme von Grünem Wasserstoff
Ebenfalls neu an Bord sind die Profis der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), die Hafendienstleister und ‑betreiber rund um Nord- und Ostsee der Brunsbüttel Ports GmbH und die Aktiengesellschaft EMS als maritimer Dienstleister mit Sitz in Emden. Alle drei Firmen setzen dabei auf innovative Technologien und nachhaltige Lösungen in ihren Bereichen.

Die AG EMS setzte als „first mover“ auf Flüssiggas (LNG) betriebene Fähren in Deutschland und zeigt sich offen für alternative Antriebe.

Die Brunsbüttel Ports GmbH betreibt als Hafendienstleister an ihrem Heimatstandort an der Elbmündung einen großen Logistikhub zur Ver- und Entsorgung für Chemie-, Industrie- und Energieunternehmen der Metropolregion Hamburg. 

Auch die HHLA bekennt sich zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Die HHLA ist ein führendes europäisches Logistikunternehmen und betreibt neben Umschlagsanlagen in Hamburg, Triest, Tallinn und Odessa ein großes Intermodal-Netzwerk in Europa und verbindet europäische Häfen mit ihrem Hinterland in Mittel-, Ost und Südosteuropa. Damit ist die HHLA ein wichtiger Partner in Bezug auf die Planung und Umsetzung der Logistikkette und bringt ihre Kompetenzen sowohl im Bereich Transport und Distribution als auch in der Anwendung von Wasserstoff ein.  

In den Startlöchern für die Vision
„Wir freuen uns sehr, dass immer mehr Unternehmen unsere Initiative mit ihrem Know-how verstärken. Damit haben wir kompetente Partner, die mit uns daran arbeiten, das Ziel, eine Millionen Tonnen Grünen Wasserstoff auf offener See zu erzeugen, Realität werden zu lassen. Wir stehen dafür in den Startlöchern und hoffen, dass die Politik nun die richtigen Rahmenbedingungen setzt“, sagt Jörg Singer, Vorsitzender des AquaVentus Fördervereins und Bürgermeister von Helgoland.

Über AquaVentus
Die Projektfamilie rund um die AquaVentus Initiative umfasst zahlreiche Teilprojekte entlang der Wertschöpfungskette von der Herstellung von Wasserstoff in der Nordsee bis zum Transport zu Abnehmern auf dem Festland. Diese aufeinander abgestimmten Konsortien synchronisieren Bedarf und Erzeugung und ermöglichen so einen zügigen Markthochlauf. Zur AquaVentus Projektfamilie gehören zum Beispiel: Die Entwicklung von Offshore-Wind-energieanlagen mit integrierter Wasserstofferzeugung (AquaPrimus), eines großskaligen Offshore-Wasserstoff-Parks (AquaSector), einer zentralen Abnahmepipeline (AquaDuctus), von Hafeninfrastrukturen (AquaPortus), einer Forschungsplattform (AquaCampus) sowie maritimer wasserstoffbasierter Anwendungen (AquaNavis).

Alle weiteren Infos finden Sie auf: http://www.aquaventus.org