Hafen

Helgoland/ Berlin, 30. April 2021 – Wellen bringen dieser Tage nicht immer Positives mit sich – bei der AquaVentus-Initiative hingegen sehr. Die dritte Erweiterungswelle verstärkt den nun auf 50 Mitglieder angewachsenen Förderverein in den Bereichen Offshore-Energieerzeugung und -betrieb, Risikomanagement, maritime Dienstleistungen, Rohr- und Stahlbau sowie Künstliche Intelligenz. „Ein nach wie vor ungebrochen großes Interesse schwappt uns aus Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft entgegen“, sagt Jörg Singer, Vorstandsvorsitzender der Initiative und Bürgermeister von Helgoland. „Wir freuen uns über jedes neue Mitglied, das unser Vorhaben, bis 2035 einen großskaligen Wasserstoffpark in der Nordsee zu errichten, unterstützt“, so Singer. Gleichzeitig mahnt er: „Das Vorhaben kann aber nur gelingen, wenn Politik und Behörden den Rechtsrahmen tauglich machen für Grünen Offshore-Wind-Wasserstoff.“

Nicht nur Helgoland soll durch die Initiative in der Energieversorgung klimaneutral werden: Das Ziel sind bis zu einer Million Tonnen Grünen Wasserstoffs im Jahr zu produzieren, um maßgeblich zur Dekarbonisierung Deutschlands und Europas beizutragen. Das erfordert erfahrene Partner und Know-how. Welche Unternehmen und Organisationen unterstützen die AquaVentus-Vision seit Neustem?

Antrieb im Bereich Offshore-Wind                                                                      
Kompetenz im Bereich der Energieerzeugung auf See bringen das Unternehmen Orsted und der Energieversorger Equinor mit. Equinor  ist einer der weltweit größten Offshore-Betreiber von Öl- und Gasplattformen als auch von Windenergieanlagen. Der Versorger erweitert sein Energieportfolio um eine zusätzliche grüne Komponente.
Orsted setzt vollständig auf grüne Energie und wurde bereits mehrmals für seine Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Das Unternehmen plant, baut und betreibt seit 30 Jahren neben Windparks auf See und an Land sowie Solar-Parks auch Energiespeicher und Biomasse-Kraftwerke. Nach seinem Bekenntnis zur grünen Stromerzeugung, richtet das Unternehmen nun seinen Blick weiter auf Grünen Wasserstoff.  Erfahrung im Betrieb von Windparks im Meer steuert ebenso die Gesellschaft WindMW bei. Sie baute und betreibt zwei Parks nördlich der Insel Helgoland.

Know-how im Stahlbau
Etwas auf Sand zu bauen steht sprichwörtlich für keine gute Lösung, schon gar nicht im salzigen Nordseewasser. Die Ingenieursgesellschaft Offshore Wind Technologies (OWT) beweist das Gegenteil. Mit langjähriger Erfahrung beim Stahlbau, baut sie Offshore-Anlagen, die am Meeresboden verankert sind und auch schwimmende Windkraftfundamente. Stabile Rohre dürfen dabei nicht fehlen. Mit dem Unternehmen Vallourec konnte die AquaVentus-Initiative einen Spezialisten in der Herstellung von nahtlosen Stahlrohren gewinnen.

Mehr Sicherheit durch KI, Beratung und Zertifizierung                              
Das für seine Forschung mehrfach ausgezeichnete Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) zählt zu den führenden Instituten in diesem Bereich. Es entwickelt intelligente Software  zum Überwachen von Sensoren und Messgeräten in Offshore-Windparks und smarte Roboter für Wartungs- und Inspektionsarbeiten auf hoher See. Mehr Sicherheit im Betrieb garantieren auch die Beratungsprofis von Großbauprojekten der Firma Buckstay und die Gesellschaft DNV. Mit über 150-jähriger Geschichte ist die DNV heute führend im Zertifizieren von Offshore-Pipelines und Windturbinen und bietet darüber hinaus Beratung und Zertifizierung im gesamten Energiebereich an.

Verstärkung in Warenwirtschaft und Wasserbau
Die Karlsson GmbH – Muttergesellschaft der EnTec Industrial Services – ist ein Spezialist für Lagerung, Umschlag und Logistik. Außerdem erbaut und betreibt das Unternehmen Erzeugungsinfrastruktur zur Produktion von Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen. Mit dem Traditionsunternehmen Royal Boskalis Westminster N.V. konnte die AquaVentus-Initiative einen weiteren erfahrenen Dienstleister für maritime Services gewinnen. Boskalis ist zusammen mit dem Tochterunternehmen Boskalis Hirdes  in den Bereichen Wasserbau, Küstenschutz und der Kampfmittelräumung tätig.

 

Über AquaVentus
Die Projektfamilie rund um die AquaVentus-Initiative umfasst zahlreiche Teilprojekte entlang der Wert-schöpfungskette von der Herstellung von Wasserstoff in der Nordsee bis zum Transport zu Abnehmern auf dem Festland. Diese aufeinander abgestimmten Konsortien synchronisieren Bedarf und Erzeugung und ermöglichen so einen zügigen Markthochlauf. Zur AquaVentus-Projektfamilie gehören zum Beispiel: Die Entwicklung von Offshore-Windenergieanlagen mit integrierter Wasserstofferzeugung (Aqua-Primus), eines großskaligen Offshore-Wasserstoff-Parks (AquaSector), einer zentralen Abnahmepipeline (AquaDuctus), von Hafeninfrastrukturen (AquaPortus), einer Forschungsplattform (AquaCampus) sowie maritimer wasserstoffbasierter Anwendungen (AquaNavis).

Pressekontakt
AquaVentus Förderverein (in Gründung)
Benita Stalmann
Tel. +49 4725 23199 –92
stalmann@aquaventus.org