Helgoland/ Berlin, 16. November 2021 - Auf dem Weg in die Klimaneutralität kommt niemand mehr an Grünem Wasserstoff vorbei, weder international noch national. Das merkt auch die AquaVentus-Initiative, bei der im letzten Monat acht neue Mitglieder angeheuert haben. Damit wächst das Mitgliedernetzwerk des AquaVentus Fördervereins auf 79 an. „Das Interesse an AquaVentus und der Vision von 1. Mio. Tonnen Grünem Wasserstoff aus der Nordsee ist ungebrochen groß“, sagt Jörg Singer, Vorstandvorsitzender des Fördervereins und Mitinitiator des Vorhabens. „Unser ganzheitliches Konzept von der Wasserstofferzeugung durch Offshore-Elektrolyse, über den -transport per Pipeline bis hin zum Einsatz auf Helgoland im Wärmesektor und als Schiffsantrieb in Form von LOHC („Liquid-Organic-Hydrogen-Carriers“) überzeugt viele nationale und internationale Unternehmen sowie Forschungsinstitute“, betont er. „Damit sind wir einerseits ein Schaufenster für neue Technologien und bieten andererseits der deutschen und europäischen Politik ein konkretes Umsetzungsvorhaben zur Erzeugung großer Mengen Grünen Wasserstoffs bis 2035“, erklärt Singer.
Die neuhinzugestoßenen Unternehmen stammen aus den Bereichen Pipelinebetrieb, Öl- und Gasförderung, Beratung, Offshore-Installation und Power-to-X. Viel Unterstützung kommt dabei aus den Niederlanden.

Expertise im Pipeline-Betrieb und der Offshore-Förderung
Neu dabei sind zwei niederländische Pipeline-Inhaber und –Betreiber: NOGAT BV und NGT BV (Noordgastransport) sowie das Öl- und Gasförderunternehmen Neptune Energy Netherlands.
NOGAT ist zugleich der Name eines Gaspipeline-Systems in der niederländischen Nordsee, das das Unternehmen betreibt. Die Pipelines liefern unter anderem auch Gas aus Dänemark und Deutschland nach Den Helder in den Niederlanden. Der niederländische Gastransporteur NGT betreibt ein rund 500 km langes Pipeline-Netzwerk in der Nordsee. Das Unternehmen verflüssigt zudem große Mengen des transportierten Gases.
Neptune Energy Netherlands ist Teil der international tätigen Neptune Energy-Gruppe, mit Aktivitäten in Europa, Nordafrika und Asien-Pazifik. Die Gruppe fördert vor allem Öl und Gas. Über die Plattform Q13a-A, vor der Küste von Den Haag,  ist Neptune Energy Netherlands außerdem an PosHYdon beteiligt. Das Pilotprojekt erprobt die Erzeugung grünen Wasserstoffs mittels Strom aus Offshore-Wind auf einer zentralen Plattform im Meer. Neptune Energy, NOGAT und NGT (Noordgastransport) sind alle Mitglieder des PosHYdon-Konsortiums.
Ebenfalls global aufgestellt ist Saipem. Das Unternehmen mit Sitz in Italien ist Spezialist für die Installation, Konstruktion und Inbetriebnahme und den Rückbau von On- und Offshore-Plattformen und -Fundamenten. Saipem möchte vor allem Kunden unterstützen, die zum Ausbau der erneuerbaren Energien beitragen.

Verstärkung bei technischer Beratung und Planung
Das 1945 in Dänemark gegründete Unternehmen Ramboll ist eine internationale Ingenieurs-, Management- und Architekturberatung. Ramboll verfügt über eine ausgewiesene Beratungsexpertise  in den Bereichen Wasserstoff, Offshore Wind sowie Öl- und Gas. Das Portfolio reicht von der Konzepterstellung bis zur Ausführungsplanung. 
Ebenfalls neu dabei ist Gicon-Großmann Ingenieur Consult mit Sitz in Dresden. Das Beratungs- und Planungsbüro bietet Ingenieursdienstleistungen und gutachterliche Spezialleistungen in den Bereichen Anlagen- und Bauplanung, Umwelt- und Genehmigungsplanung, Technische Informatik sowie Forschung und Technologieentwicklung an.

Offshore-Bau und Sektorenkopplung
Das niederländische Unternehmen Heerema Marine Contractors SE ist eines von drei Heerema-Unternehmen und hat sich auf den Transport, die Installation und den Rückbau von Offshore-Infrastruktur spezialisiert.
„Last but not least“ ist auch eine junge Firma aus Berlin, die Ptx Development GmbH neu mit an Bord. Sie ist ein Zusammenschluss von CILIX Asset Management, GP JOULE und Undkrauss Baugesellschaft. Ziel von Ptx Development ist es, mit Strom aus Windkraft und Photovoltaik Wasserstoff zu erzeugen. Dafür möchte das Unternehmen Flächen für zu errichtende Ökostromanlagen oder bereits bestehende Anlagen erwerben.